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Meine Vita

„Ein Lebenskreis beginnt sich zu schließen!“

Gibt es etwas Schöneres, als in die Augen von Menschen zu sehen und zu bemerken, wie sich ihre Blicke verändern können. Hinzuschauen und nicht wegsehen zu müssen – so beginnt Seelsorge, wie ich sie verstehe.

Ich darf mich vorstellen:

Ralf Kernbach, geboren 1959, verheiratet, Vater von fünf Kindern, aufgewachsen am Rande des Ruhrgebiets, hin zum Münsterland. Zwei Welten – die eine rau und herzlich, die andere zurückhaltend und distanziert (bis man einen „Sack Salz miteinander gegegessen hat“). Hin- und hergerissen zwischen katholisch und evangelisch, politisch – eher kämpferisch. Meine Spielwiesen waren die Bauernhöfe, aber auch das gut bürgerliche Ambiente.

Was allerdings alle Menschen gemein hatten, denen ich begegnete und auch noch begegnen sollte, waren ihre Ängste und Sorgen im Alltag, insbesondere in Lebenskrisen. Sie unterscheiden nicht, wer man ist und wo man herkommt. Im Laufe der folgenden Jahre schärfte sich zunehmend mein Blick dafür und sollte meinen Berufsweg entscheidend beeinflussen. Mit kritischen Augen, immer wachsam auf die alltäglichen Geschehnisse zugehen - ein „geht nicht“ als unakzeptabel zu empfinden – das bin ich heute. Ein Diakon seit über 20 Jahren, Gemeindepädagoge. Tätigkeitsmerkmal: „Mitarbeiter in Seelsorge und Verkündigung“. Versiert, was Jobsharing angeht – auf der ständigen Suche nach immer neuen Herausforderungen, dem Leben und seinen Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit zu begegnen.

Ein im Laufe meines Lebens immer mehr geschärfter Blick trifft auf…

Ein Erlebnis – eine Beerdigung – ein Trauerredner! Ich muss mich abwenden und gehen. Sieht so heute eine Bestattung mit freien Grabrednerinnen und Grabrednern aus? So etwas erwartet Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, der Kirche den Rücken zugewandt haben?!

Da passte nicht viel zusammen – ich war nicht der Einzige, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand – das war unakzeptabel.

Szenenwechsel: „Bist du sicher, Menschen auch ohne die christliche Botschaft Gottes an diesen entscheidenden Orten und Lebensabschnitten begegnen zu können?“ Das war die entscheidende Frage an mich – kritisch, durchaus wohlwollend gemeint - und für mich wegweisend.

Meine Antwort darauf auch für Sie: „Sie haben doch auch etwas, woran Sie glauben und wozu Sie sich bekennen – an die Liebe, an sich selbst! Sie haben auch ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod, besonders im

letzten Lebensabschnitt!

 

Sie sind wie jeder Mensch auch immer wieder auf der Suche nach dem Sinn des Lebens -Partnerschaft, Kinderwunsch etc.!

Also - dreimal ein klares „JA“!

Ethische und christliche Fragestellungen liegen doch oft gar nicht so weit auseinander. Und so ist es letztendlich immer ein Gemisch aus vielen Aspekten, was unsere Lebenseinstellung ausmacht.

Also– noch ein klares „JA“!

„...deine Stärke ist es, mit einem hohen Maß an Flexibilität auf unterschiedlichste Anforderungen zu reagieren und Menschen zuzugehen, die dich suchen und finden..“

Dass war das schönste Kompliment seit langem! Es macht mir Mut, auch Ihnen zu begegnen. Nachtrag: Heute studiere ich wieder mit dem Ziel, bald auch psychotherapeutische Fähigkeiten in meine Arbeit einfließen zu lassen.

Ihr Ralf Kernbach